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Gemeindeplanung
Bauleitplanung
Breitbandausbau
Hier finden SIe Informationen zum aktuellen Stand:
www.enviatel.de/highspeed/ausbaugebiete/glasfaser-fuer-das-erzgebirge#/hs-app/
Energiemanagement
Energiemanagement in Zschorlau
Die Senkung des eigenen Energieverbrauchs in unseren Gebäuden und bei der Straßenbeleuchtung ist ein wichtiger Schritt beim aktiven kommunalen Klimaschutz. Um die Einführung eines Kommunalen Energiemanagements für die Liegenschaften zielgerichtet voranzutreiben, haben wir uns entschlossen gemeinsam mit weiteren Kommunen am Projekt „Energieeffizienz-Netzwerk sächsischer Kommunen“ teilzunehmen. Im Energieeffizienz-Netzwerk arbeiten mittlerweile rund 50 sächsische Kommunen zusammen, um Energiemanagement in den eigenen Liegenschaften aufzubauen und durch einen aktiven Erfahrungsaustausch zu verstetigen.
Energiemanagement ist die Optimierung von Gebäuden hinsichtlich des Energie- und Wasserverbrauches mit dem Fokus auf nichtinvestiven Maßnahmen. Der Schlüssel für den Erfolg liegt in der Koordination und Zusammenführung einer Vielzahl von Aufgaben. Monatliche Energieverbrauchskontrolle, Optimierung von Regeleinrichtungen technischer Anlagen, Schulung von Hausmeistern und die Sensibilisierung der Nutzer für den sparsamen Umgang mit Energie und Wasser sind die Grundlagen für ein erfolgreiches Energiemanagement. Für die Umsetzung haben wir das kommunale Energieteam ernannt, welches aus Mitarbeitern der Bauverwaltung sowie der objektverantwortlichen Hausmeister besteht. Die Ergebnisse und Erfolge werden in einem jährlichen Energiebericht zusammen gestellt.
An dieser Stelle können Sie den jährlichen Energiebericht der Liegenschaften downloaden.
European Energy Award
Weitere Teilnahme am Zertifizierungsverfahren European Energy Award (EEA) in den Jahren 2024 bis 2027
Bereits im Jahr 2014 startete die Gemeinde Zschorlau mit dem Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren European Energy Award und setzte Stück für Stück gesetzte Maßstäbe des Programms um, so dass in den vergangenen Jahren weitere Zertifizierung mit dem European Energy Award erreicht wurden.
Für die Periode 2024 bis 2027 wurde eine weitere Teilnahme am Zertifizierungsverfahren European Energy Award angestrebt. Für den neuen Vorhabenszeitraum vom 20.02.2024 bis 15.11.2027 wurden gemäß der Richtlinie Energie und Klima 2023 Modul II Nr. 4.4.1 Fördermittel in Höhe von 14.851,20 Euro bereitgestellt.
Klimaschutz ist Teamarbeit
Klimaschutz in Städten und Gemeinden wird stetig bedeutsamer. Der European Energy Award steht europaweit für ausgezeichneten Klimaschutz – und einen für jede Kommune maßgeschneiderten Weg dorthin. Über die regelmäßig stattfindenden Erfahrungsaustausche können die unterschiedlichen Wege und Möglichkeiten – aber auch Hürden- gemeinsam mit anderen Kommunen erörtert werden. Bereits seit dem Jahr 2014 ist die Gemeinde mit „European Energy Award - eea" zertifiziert, mit dem der bewusste Umgang mit Energie stärker ins Blickfeld geholt und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zu Klima- und Umweltschutz sowie zur Energieeinsparung geleistet wird. Das Energieteam der Gemeinde bearbeitet seitdem stetig neue energie- und umweltrelevante Arbeitsgebiete, um Verbesserungspotenziale und Einsparmöglichkeiten zu bestimmen und diese gemeinsam umzusetzen. So wurde bspw. veranlasst, dass die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt wurde, Photovoltaik auf einigen kommunalen Dächern installiert oder zwei Elektrofahrräder für die Verwaltungsmitarbeiter angeschafft wurden.
Hier können Sie sich weiter über den eea informieren. (http://www.european-energy-award.de/)
Mehr Informationen zum eea in Zschorlau erhalten Sie unter diesem Link:
https://www.european-energy-award.de/kommunen/liste-der-eea-kommunen/details/zschorlau
Hier können Sie den Umsetzungsbericht zum eea in Zschorlau downloaden:
Klimaschutzkonzept
Mit Kom EMS. Zero auf dem Weg zur treibhausgasneutralen Kommunalverwaltung
Das vom Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) beauftragte und finanzierte Projekt »Treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung« ist seit 2025 in der Pilotphase. Dieses innovative Projekt zielt darauf ab, die Kommunalverwaltung in Richtung Treibhausgasneutralität zu transformieren.
Mit der Teilnahme am sachsenweiten Pilotvorhaben „Treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung" will die Gemeinde Zschorlau nun den nächsten Schritt gehen und die Treibhausgasneutralität als Verwaltung möglichst vor 2045 erreicht zu haben.
Dies bedeutet, dass wir die Aktivitäten in der Kommunalverwaltung in dem Maße weiterentwickeln, dass alle von der Verwaltung erzeugten Emissionen durch direkten Energieverbrauch vermieden/verhindert und auf Netto-Null gebracht werden. Außerdem werden wir den (bisherigen) Endenergiebedarf durch entsprechende Effizienzmaßnahmen und Energieeinsparungen senken und die Restbedarfe sukzessiv auf erneuerbare Energien umstellen.
Dabei liegt der Schwerpunkt in den Handlungsfelder Liegenschaften, Straßenbeleuchtung und Mobilität.
Jedes Handlungsfeld wird dabei bestimmte Prozesse durchlaufen. Zunächst erfolgen grundsätzliche Festlegungen im zu betrachtenden Handlungsfeld. Dem schließt sich eine Bewertung zum aktuellen Stand des Handlungsfeldes in Bezug auf Treibhausgasneutralität an. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen zur Erreichung des Ziels festgelegt, die in einem Arbeitsprogramm für die kommenden drei Jahre festgeschrieben werden. Dieses Arbeitsprogramm wird in regelmäßigen Abständen evaluiert und fortgeschrieben.
In den Handlungsfeldern widmen wir uns zunächst schrittweise und später rollierend der Maßnahmenplanung und -umsetzung im organisatorischen, aber auch im investiven Bereich. Zudem setzen wir uns mit der Beschaffung, Erzeugung und Verwendung sowie der Betriebsoptimierung auseinander. Darüber hinaus werden wir unsere Aktivitäten kontinuierlich überprüfen und regelmäßig Bericht über den Stand unserer Zielerreichung Treibhausgasneutralität erstatten.
Weitere Teilnehmer am Pilotprojekt:
• die große Kreisstadt Löbau,
• die große Kreisstadt Pirna,
• die Stadt Leipzig,
• der Verwaltungsverband Weißer Schöps/Neiße mit den Gemeinden Kodersdorf, Neißaue, Horka und Schöpstal,
• die Stadt Heidenau
• die Stadt Limbach-Oberfrohna sowie
• die Landeshauptstadt Dresden.
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1085613 https://www.saena.de/treibhausgasneutrale-kommunalverwaltung-10992.html
Klimaschutzkonzepte zur Identifizierung von Handlungsfeldern
Das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKK) ist ein auf Bundesebene gefördertes Energiekonzept. Es ist Bestandteil der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMU) und entstand aus der im Jahr 2008 verabschiedeten „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen“, auch Kommunalrichtlinie genannt. Mit dieser Richtlinie wurde ein bundesweit flächendeckendes Förderprogramm ins Leben gerufen, das den Energieverbrauch und damit den Ausstoß von CO2 deutlich und nachhaltig senken soll.
Das Klimaschutzkonzept dient als unser kommunales Planungsinstrument und zeigt im Ergebnis die Arbeitsfelder in denen die wesentlichen Ziele der Energieeinsparung und Energieeffizienz erreicht werden können. Auch Untersuchungen zum Bau erneuerbarer Energieanlagen wurden erarbeitet. Damit ist unser Klimaschutzkonzept und die Fortschreibung eine praxisorientierte Bedienungsanleitung zur Energiewende und hat das Potenzial die regionale Wertschöpfung erheblich zu steigern.
Unter diesem Link können Sie mehr Informationen zu Klimaschutzkonzepten lesen: https://www.ptj.de/projektfoerderung/nationale-klimaschutzinitiative/kommunalrichtlinie/ksm
Hauptbestandteile des Klimaschutzkonzepts sind folgende:
- Ist-Zustands- und Potenzial-Analyse (u.a. Energie- und CO2-Bilanzen sowie Potenzialanalyse zur Minderung von Treibhausgasen),
- Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs mit den lokalen Möglichkeiten zur Energiewende
Zum Download Klimaschutzkonzept und Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts: Klimaschutzkonzept Fortschreibung Klimaschutzkonzept
Klimaschutz in Zschorlau – unsere Motivation
Der Klima- und Energiewandel ist eine der herausragenden gesamtgesellschaftlichen Aufgaben. Es gilt Mittel und Wege zu finden, um Energie einzusparen und nachhaltig produzieren zu können. Gerade auch auf Städte und Gemeinden kommen Veränderungen und neue Verantwortungen zu. Sie müssen sich dem Thema annehmen und Maßnahmen erarbeiten, um die Ziele erreichen zu können. Um die energie- und klimaschutzpolitische Arbeit in Zschorlau sowie bei den Akteuren in unserem Einflussbereich optimal zu strukturieren, setzt Zschorlau aktiv auf verschiedene Instrumente, die Ihnen auf den nächsten Seiten präsentiert werden. Einige Anregungen für Ihren ganz persönlichen Klimaschutz werden Ihnen im Abschnitt „Klimaschutz für BürgerInnen“ vorgestellt.
Unserer Grundlagen des angewandten Klimaschutzes werden im Klimaschutz- und Energieeffizienzleitbild festgehalten. Das vollständige Leitbild können Sie an dieser Stelle runterladen.
Klimaschutzleitbild in Zschorlau
Gelebter Klimaschutz ist in mehrjähriger Prozess, dem sich die Gemeinde seit vielen Jahren stellt. Wir sind uns der kommunalen Vorbildfunktion gegenüber den Bürgern und Unternehmen sowie den Partnern in der Region hinsichtlich Steigerung der Energieeffizienz, Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien, Reduzierung klimaschädlicher Emissionen sowie der Entwicklung von Anpassungsstrategien an den Klimawandel bewusst. Wir orientieren uns an den Klimaschutz- und Energiezielen der EU und des Bundes. Um unserer Klimaschutzbemühungen zu überprüfen erstellen wir regelmäßig eine Treibhausgas- und Energiebilanz.
Radwegkonzept
Das Thema Radverkehr gewinnt allgemein immer mehr an Bedeutung. Vor allem der Alltagsradverkehr (besonders in der Gebirgsregion) steht vor der Herausforderung, an Attraktivität zuzulegen. Unterstützt durch einen enormen Aufschwung von Fahrrädern mit elektronischer Unterstützung wird sich diese Fortbewegungsart zunehmend etablieren. Die Erhöhung von Reichweiten, ein problemloses Überwinden von Steigungen sind positive Aspekte, die den Trend hin zum Fahrrad unterstützen. Die Gemeinde Zschorlau möchte ein Teil dieser Entwicklung sein und mit der vorliegenden Radwegekonzeption die Möglichkeiten zum Radfahren im Alltagsradverkehr stärken bzw. optimieren. Ob zum Pendeln zum Arbeitsort, zum Einkauf oder eher zu touristisch geprägten Naherholungszwecken – die Hemmschwelle zur Nutzung des Fahrrades soll herabgesetzt und diese Art der Fortbewegung attraktiver gestaltet werden.
Hier erhalten Sie weitere Informationen: Radwegkonzept der Gemeinde Zschorlau mit Ortsteilen Stand November 2025
Stadtentwicklung (Insek)
Stadtentwicklungskonzept 2021
Die Gemeinde Zschorlau hat bereits im Jahr 2011 erstmal ein gesamtgemeindliches integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) erarbeitet, welches Leitziele und Schwerpunkte der zukünftigen Entwicklung und einzelne Entwicklungsbereiche im Stadtgebiet festlegt, aus denen Fördergebietskulissen abgeleitet wurden. Ebenfalls im Jahr 2011 wurde ein Klimaschutzkonzept erstellt, welches eine Energieverbrauchs- und CO2-Bilanz sowie einen Maßnahmenplan enthielt. Die Gemeinde Zschorlau wurde seit 2014 bisher zweimal für den European Energy Award (eea) zertifiziert. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) von 2011 soll nunmehr vor dem Hintergrund sich ändernder Rahmenbedingungen (u.a. Bevölkerungsrückgang & Anstieg der Anzahl älterer Personen, Verkehr & Mobilität, Sicherung der Daseinsvorsorge und Klimaschutz), aber auch der Neustrukturierung der Städtebauförderung, fortgeschrieben werden. Gleichzeitig soll die interkommunale Zusammenarbeit zwischen benachbarten Kommunen verbessert und ausgebaut werden. Ziel der INSEK Fortschreibung ist u.a. eine Evaluierung der bisher erreichten Ziele und Maßnahmen aus dem INSEK 2011. Ebenso gilt es, den aktuellen städtebaulichen, funktionalen und sozialräumlichen Ist-Zustand der Gemeinde Zschorlau zu erfassen und zu analysieren sowie den aktuell bestehenden Handlungsbedarf in der Gemeinde aufzuzeigen.
Daraus werden zukünftige Entwicklungspotenziale und ggf. neue Schwerpunkträume der Gemeinde abgeleitet. Das Leitbild der Gemeindeentwicklung wird, sofern erforderlich, fortgeschrieben. Entsprechende Handlungsstrategien und Ziele werden für die weitere Entwicklung in den untersuchten Handlungsfeldern ermittelt und geeignete Maßnahmen festgelegt. Als übergeordnetes Ziel gilt es, die Gemeinde Zschorlau als attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort bedarfsgerecht weiter zu entwickeln. Dieses Potenzial ist nach außen über ein gezieltes Marketing und ein einheitliches Auftreten der Ortsteile besser zu vermarkten. Dies soll zudem zur Bildung einer gemeinsamen Identität der Ort-steile als eine Gemeinde beitragen. Zur Stärkung als Wohnstandort soll der Fokus der künftigen Gemeindeentwicklung auf der Behebung bzw. Milderung von Funktionsverlusten, der Aktivierung von Flächenpotenzialen für neue Wohnbaustandorte und der Schaffung neuer attraktiver Angebote im Kultur- und Freizeitbereich für alle Generationen liegen. Für die Realisierung einer zukunftsgerichteten gesamtstädtischen Entwicklung sind Leitprojekte, wie ein aktives Flächenmanagement, die Verbesserung des Verkehrs- und Wegenetzes oder eine schwerpunktmäßige Entwicklung zum naturnahen Tourismus maßgebend. Das Konzept bildet eine umsetzungsorientierte und zukunftsgerichtete Handlungsgrundlage für die Entscheidungsträger der Gemeindeentwicklung.
Unter den folgenden Verweisen finden Sie weiter führende Unterlagen: Fortschreibung Endfassung vom 07.02.2022 Planwerk Endfassung
Ergebnisse der Fragebogenaktion im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts der Gemeinde Zschorlau (INSEK Zschorlau)
Im Juli/August 2020 fand eine Bürgerumfrage im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) der Gemeinde Zschorlau statt.
Die Ergebnisse…
An der Befragung haben insgesamt 121 Personen aus der Gemeinde Zschorlau (81 aus Zschorlau, 29 aus Albernau und 5 aus Burkhardtsgrün) teilgenommen. Die Umfrage ist aufgrund der eingegangenen Ergebnisse als nicht repräsentativ einzustufen und bildet nur ein Meinungsbild. Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse der Bürgerumfrage, dass die Qualität der Gemeinde Zschorlau hinsichtlich der Kriterien Altenpflege/-betreuung, Schulen/Kinderbetreuung,
Sportmöglichkeiten und Vereinswesen sowie Ortsbild allgemein als sehr gut bis gut eingeschätzt wird. Die Qualität hinsichtlich der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, ÖPNV (Bus) und Kultur-/ Freizeitangebote wird seitens der Bewohner als eher nur befriedigend bis schlecht eingestuft.
Entsprechend gestalten sich die Ergebnisse zur Frage nach dem Handlungsbedarf. Erhöhter Bedarf wird in den Verkehrsverhältnissen für Fußgänger und Radfahrer, der Schaffung von Kultur- und Freizeitangeboten sowie der Sanierung von Straßen/Wegen und der Stärkung der Bürgerbeteiligung gesehen. Mit eher geringem Handlungsbedarf wurden die Sanierung von Bausubstanz, die Entwicklung gewerblicher Flächen und der Ausbau von Elektroladesäulen bewertet. Eine Auswertung des Handlungsbedarfs erfolgte außerdem auf Ebene der Ortsteile, die ein ähnliches Ergebnis liefern. Auf die Frage, welche Wünsche die Bürger/-innen für die Entwicklung der Gemeinde Zschorlau bis zum Jahr 2035 haben, wurde der Ausbau von Radwegen, mehr Stadtmöblierung/Grün (Sitzbänke, Blumen/Bäume, Toilette etc.) oder der Erhalt/Ausbau der Gastronomie am häufigsten benannt. Großes Interesse besteht auch am Ausbau von Gehwegen (sowohl innerorts als auch außerorts zur Verbindung der einzelnen Ortsteile) sowie der Aufwertung des Wanderwegenetzes. Als konkretes Beispiel wurde wiederholt der Ausbau des „Arbeiterweges“ von Zschorlau nach Albernau genannt. Wir bedanken uns herzlich für die rege Teilnahme an der Befragung und damit an der Mitwirkung am Gemeindeentwicklungsprozess.
Eine kurze Zusammenfassung wesentlicher Ergebnisse zur Bürgerumfrage können Sie hier Link: Ergebnisse der Fragebogenaktion INSEK Zschorlau einsehen.
Integriertes Stadtentwicklungskonzept 2011
Gravierende demografische, wirtschaftliche und soziale Umbrüche haben die Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung seit Beginn der 1990er-Jahre insbesondere in den neuen Bundesländern grundlegend verändert und geprägt. Von den Folgen dieses Strukturwandels ist mittlerweile eine große Bandbreite von Kommunen und Regionen in der gesamten Bundesrepublik betroffen. Kleine, mittlere und große Städte in Nord und Süd, Ost und West sind mit sinkenden Einwohnerzahlen, wachsenden Wohnungsleerständen, der Aushöhlung von Stadtzentren sowie überdimensionierten öffentlichen Infrastruktureinrichtungen konfrontiert.
Durch das Staatsministerium des Innern des Freistaates Sachsen wurde die Diskussion zur Neuausrichtung der Stadtentwicklungsstrategie Sachsen bis 2020 eröffnet. Das dritte Jahrzehnt der Städtebauförderung in Sachsen bis zum Jahr 2020 steht unter dem Gesamtziel „der Erhalt und die langfristige Verbesserung der Lebensqualität trotz der Folgen der demographischen Entwicklung. Auch die sächsische Stadtentwicklungspolitik fühlt sich der Entwicklung der Kernbereiche der Siedlungsstrukturen verpflichtet. In der Stadtentwicklung der nächsten Jahre müssen vor allem die Innenstädte gestärkt werden. Wir brauchen die Innenstädte als attraktive Orte zum Wohnen und Arbeiten, für Handel und Gewerbe, und mit einer entsprechenden Infrastruktur ausgestattet. Auch mit Blick auf die Funktion der Stadt für den ländlichen Raum ist dies von größter Bedeutung. Nur wenn wir die Innenstädte stärken, verhindern wir, dass die sinkenden Einwohnerzahlen zu einem Auseinanderdriften unserer Städte führen und der Erhalt der Infrastruktur unbezahlbar wird."1
Spätestens mit der Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministerium des Innern für die Programme der Städtebauförderung Programmjahr 2011 vom 16. Dezember 2010 wird deutlich, dass eine Vielzahl von Fördergebietskonzepten (auch das städtebauliche Entwicklungskonzept [SEKO] nach § 171b Abs. 2 BauGB) auf der Grundlage eines gesamtstädtischen integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) erarbeitet werden muss. D. h., das INSEK dient zur Festlegung von einzelnen Entwicklungsbereichen im Stadtgebiet, aus denen die Fördergebiete abgeleitet werden.2
Ein INSEK bildet demnach nicht nur die Grundlage für die Bauleitplanung, sondern ebenso für die Inanspruchnahme städtebaulicher Förderprogramme. Gleichzeitig sollen aber auch andere Bausteine in das Finanzierungskonzept der zukünftigen Stadtentwicklung integriert werden.
Unter den folgenden Verweisen finden Sie weiter führende Unterlagen: Erläuterungsbericht_INSEK Zschorlau Stand Nov. 2011
1 Pressemitteilung Innenminister Ulbig: Stärkung der Innenstädte ist Schwerpunkt der Stadtentwicklung in Sachsen bis 2020, vom 11.08.2010
2 Quelle: Sächsisches Amtsblatt Nr. 52 vom 30.12.2010
Sportstättenbedarfsplanung
Wärmeplanung
Die Gemeinden Zschorlau und Bockau beginnen mit der Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung
Ziel der Wärmeplanung
Bei der Wärmeplanung handelt es sich, anders als der Name irrtümlich verrät weniger um einen konkreten Plan, als um eine langfristige kommunale Strategie, die alle fünf Jahre fortgeschrieben wird. Das Ziel besteht darin, gemeinsam mit der Kommune, Netzbetreibern und Energieversorgern Optionen für eine zukünftige Versorgung mit erneuerbaren Energien zu entwickeln. Dabei sollen auch bestehende Effizienzpotenziale, wie Energieeinsparungen durch Gebäudesanierungen genutzt werden. Die erarbeiteten Optionen sollen später sowohl von möglichen Wärmenetzbetreibern als auch von Energieversorgern und der Kommune umgesetzt werden, wobei die Aspekte Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Bezahlbarkeit und Zuverlässigkeit im Vordergrund stehen. Die kommunale Wärmeplanungsstrategie soll die Grundlage für eine Umstellung der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien bis zum Jahr 2045 schaffen.
Inhalte
Dabei werden Energiequellen wie Erdwärme, Solarenergie und Biomasse berücksichtigt. Ebenso werden Möglichkeiten zur Nutzung von Abwärme und zur Steigerung der Energieeffizienz analysiert. Im Rahmen der Untersuchung, die von den Planungsbüros KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH und mellon Gesellschaft für nachhaltige Infrastruktur mbH erstellt wird, werden Szenarien entwickelt und Maßnahmen vorgeschlagen, wie eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung in Zschorlau und Bockau schrittweise erreicht werden kann. Es wird analysiert, welche Gebiete zukünftig an ein Wärmenetz oder Wasserstoffnetz angeschlossen werden können und wo dezentrale Lösungen (Eigenversorgung) sinnvoll sind. Dies schafft Klarheit für Gebäudeeigentümer, Unternehmen, Energieversorger und Netzbetreiber.
Datenerhebung und rechtliche Grundlagen
Die kommunale Wärmeplanung basiert auf dem Bundesgesetz zur Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG). Die benötigten Daten werden ausschließlich in Zusammenarbeit mit Energieversorgern, Netzbetreibern und anderen übergeordneten Stellen erhoben. Persönliche Daten von Bürgerinnen und Bürgern werden nicht abgefragt. Die Planung ist strategisch und rechtlich unverbindlich – sie gibt Empfehlungen, aber macht keine verpflichtenden Vorgaben für die Beheizung.
Die Wärmeplanung ist ein langfristiger Prozess, der regelmäßig überprüft und an zukünftige Entwicklungen angepasst wird.
Weitere Informationen
Die Gemeinden Zschorlau und Bockau erhalten für die Erstellung eine 90%ige Förderung aus der Kommunalrichtlinie des Bundes.
Durch das Wärmeplanungsgesetz (WPG) sind alle Kommunen unter 100.000 Einwohner verpflichtet eine Wärmeplanung bis Mitte 2028 aufzustellen.
Sollten Sie Fragen zur Wärmeplanung haben, richten Sie diese gern an:
Verwaltungsgemeinschaft Zschorlau-Bockau
Bauamtsleiter Hr. Meier-Knietzsch
Telefon: +49 3771 4104 - 65
E-Mail: bauamt@zschorlau.de
Briefpost: Verwaltungsgemeinschaft Zschorlau-Bockau, August-Bebel-Straße 78, 08321 Zschorlau
Endbericht Kommunale Wärmeplanung
Kommunale Wärmeplanung Zschorlau-Bockau
Anlage Kommunale Wärmeplanung
Projekte geplant / Projekte umgesetzt
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