Wir sind Welterbe

Der Tag des 06. Juli 2019 stand hier im Erzgebirge unter einem ganz besonderen Stern. Endlich wurde es offiziell verkündet: Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří als sächsisch-tschechische Kulturlandschaft wurde in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen. Bestehend aus 17 sächsischen und 5 tschechischen Bestandteilen wurde die Auswahl mit Begründung des außergewöhnlichen sowie universellen Wertes und mit vorhandenen Alleinstellungsmerkmalen in der Region vorgenommen. Und genau das zeichnet unser Erzgebirge aus. Über 800 Jahre formte sich hier eine vom Bergbau geprägte Kulturlandschaft. Bis heute sind wichtige Sachzeugen aus unterschiedlichen Bergbauepochen erhalten.  So auch in Zschorlau.

Das Blaufarbenwerk Schindlers Werk wurde als Einzelobjekt auf die Liste gesetzt. Gegründet um 1650 von Erasmus Schindler wurde dort vom 17. bis 19. Jahrhundert Kobaltblau produziert. Die Blaufarbenfabrik war eine von insgesamt vier sächsischen Fabriken dieser Art. Sie lieferten unter anderem die Blaufarben für die Bemalung der Schwerter des Meißner Porzellans und für die Delfter Kacheln. Das Besondere daran ist, dass bis heute der gesamte Produktionskomplex fast vollständig erhalten ist. Die Mitglieder des Fördervereines Schindlers Blaufarbenwerk kümmern sich bis heute um den Erhalt.

Weitere Informationen:

Förderverein Schindlers Blaufarbenwerk e.V.

Die Fundgrube St. Anna am Freudenstein gehört als Welterbeobjekt zur Bergbaulandschaft Schneeberg.  Seit 1747 gibt es Nachweise über Bergbauaktivitäten. St. Anna ist eine der größten und bedeutendsten Fundgruben im Zschorlauer Revier. Bis 1873 wurde einschließlich Unterbrechungen in der Fundgrube gearbeitet. 1989 fanden sich Bergbaubegeisterte zusammmen und gründeten den Verein IG Histrorischer Bergbau. Von Gründung ab bis Ende 2010 wurde im Über- und Untertagebereich durch Vereinsmitglieder und weitere Kräfte mehr als 210.000 Arbeitsstunden geleistet. Seit 1990 werden Führungen angeboten.

Weitere Informationen:

Besucherbergwerk Zschorlau – St. Anna am Freudenstein